Als ich hier in Otematata, im Januar, angefangen habe, habe ich noch das „alte Team“ erlebt. Die haben alle nach zwei/drei Wochen aufgehört.
Lily und Jack habe ich nur einmal erlebt. Die zwei kamen aus Großbritanien und schienen ziemlich kalt zu sein. Ich habe daher auch nicht viel mit ihnen geredet.
Bo und Emma kamen aus den USA und waren auch echt sehr nett. Die zwei sind sehr amerikanisch, ich habe mich jedoch gut mit ihnen verstanden.
Marielle und Brody. Marielle kommt aus Deutschland und hat Brody in ihrem Austauschjahr in den USA kennengelernt. Die beiden sind ziemlich jung (19 und 20 Jahre alt) und auch ein wenig naiv. Ich habe öfter mit Marielle geredet und gearbeitet, eineige male sind wir auch zusammen ein Eis essen gegangen. An sich ist sie nett, man merkt aber, dass sie so jung ist. Ich fand auch manchmal, dass sie etwas nervig und komisch ist. Sie weiß noch nicht, was sie beruflich später machen möchte und ist an vielen Sachen interessiert. Sie ist da aber auch sehr Doppeldeutig, sie findet Medizin interessant kann aber kein Blut sehen, nur als Beispiel. Sie meinte auch, dass es ihr lieber wäre, wenn ihre Eltern aussuchen würden, was sie studieren soll. Das fand ich sehr krass. Wenn wir mit Brody oder anderen nicht deutschsprachigen Menschen waren, habe ich versucht mir Mühe zu geben und englisch zu reden, sie ist aber immer wieder auf deutsch gewechselt. Ich hatte ihr auch einmal gesagt, dass ich das etwas unfreundlich finde. Ihr war das aber irgendwie egal. Ich fand es besonders komisch, dass sie nicht mal vor ihrem Freund dann englisch redet. Er versteht nur ein wenig deutsch und konnte dementsprechend dann auch nie mitreden. Die zwei haben dann auch das ganze Geld, dass Sie in Otematata verdient haben, in zwei Wochen Fiji Urlaub ausgegeben. Die Fotos fand ich sehr schön, aber auch überraschend direkt das ganze Geld irgendwie auszugeben.
Melody und Theo sind ende 20 und kommen aus Paris. Beide sind unfassbar nett. Meldody hat einige Jahre in Afrika gearbeitet und hat auch viele anderer Sachen erlebt. Auch Theo hat beruflich verschiedene technische Sachen gemacht. Ich hatte einige Vorurteile gegen Franzosen, die zwei sind jedoch ein echtes Gegenteil. Besonders Melody spricht richtig gut englisch.
Nachdem die alle gegangen sind, kamen Megan und Jack. Die zwei sind um die 23 Jahre alt und kommen aus Großbritannien. Megan kann echt viel reden, was manchmal ein wenig überfordernd ist. Die beiden sind jedoch auch echt super lieb. Die zwei haben Meeresbiologie studiert.
Anais ist 27 Jahre alt und kommt aus Frankreich. Sie wohnt in ihrem Van neben meinem Haus, wir gehen also jeden Tag gemeinsam zur Arbeit bzw. nach Hause. Wir sind auch etwas Work-Besties geworden. Wir arbeiten oft zusammen und ich mag es auch echt mit ihr zu arbeiten. Sie kann manchmal sehr french sein, wir verstehen uns aber gut.
Dann gibt es noch ein Paar Mitarbeiter*innen die fest im Pub arbeiten:
Maries: Kommt aus den Philipinen, hat jetzt hier einen Kiwi Partner und möchte daher mit ihrer Tochter in Neuseeland bleiben. Sie ist sehr nett.
Jody ist ein merkwürdiger Mensch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ADHS hat. Sie fängt manchmal Sachen an, macht die nicht zu ende und fängt dann das nächste an. Ich habe nur ein paar mal mit ihr gearbeitet, fand es aber auch echt nicht gut. Ich glaube sie arbeitet am liebsten alleine und hat mich dann auch die meiste Zeit komplett alleine gelassen. Ihre Tochter Mya ist 16 und hat als Kitchen Hand und Hosuekeeping gearbeitet. Sie war echt nett und ein sehr zierliches Mädchen. Sie war echt sehr langsam im Hosuekeeping…Das war immer bisschen nervig.
Paula: Sie hat vor einiger Zeit für 2 Jahre hier als Head of Housekeeping gearbeitet. Die meisten können sie echt gar nicht leiden. Ich kam am anfagn ganz ok klar mit ihr. Sie mochte mich aber auch. Ich habe einmal mit ihr die Appartments gemacht. Sie wollte immer super schnell die Zimmer machen, um dann mehr Pausen machen zu können bzw. am Ende entspannter Feierabend machen zu können. Ich konnte es etwas nachvollziehen. Ich fand es immer sehr nervig, wenn wir lange für die Zimmer brauchen und am Ende hetzten müssen mit den letzten Aufgaben. Ich fand ihre Art aber auch nicht so ganz toll. Ich brauche keine drei Pausen, würde dafür aber lieber ein wenig langsamer sein und dafür auch gründlicher. Sie hat schnell gearbeitet war aber nicht gründlich. Am schlimmsten war aber ihre Art. Sie hört sich am liebsten selber reden und war auch grundsätzlich voll von sich selbst überzeugt. Sie war zum Glück nur ein paar Wochen hier.
Hayley arbeitet an der Bar und ist mit Damon, dem Küchen Chef verheiratet. Deren Kinder sind auch echt süß. Hayley ist echt immer super nett, besonders wenn ich mit ihr an der Bar gearbeitet habe war es immer sehr nett.
Roberto hat auch an der Bar gearbeitet, bis er auf den Floor (also zum kellnern) verbannt wurde. Er ist echt so ein Arschloch. Er ist so eine Art Mann, die komplett von sich selbst überzeugt sind und denken sie sind die geilsten. Er macht immer dummer sarkastische ‚Witze‘ die aber einfach nur unfreundlich und respektlos sind. Ich habe ihm einige Male gesagt, dass seine Art nicht lustig, sondern einfach unfreundlich ist. Es hat sich aber nicht viel dran geändert. Ich denke echt, dass er selber denkt er sei lustig, obwohl alle anderen einfach nur genervt von ihm sind. Wenn es stressig war und er hinter der Bar war, durfte man ihn echt nichts fragen oder sagen. Einmal habe ich ihn auf dem falschen Fuß erwischt und für einen kurzen Moment hatte ich angst, dass er Ausrastet und mich richtig anschreit. Er hat sich dann gefasst und mich glaube ich nur weggeschickt, ich habe das aber immer noch vor Augen. Besonders nach dem ich auch mal hinter der Bar stand, kann ich null nachvollziehen, dass er so ein Arschloch ist. Auch wenn es stressig ist kann man freundlich bleiben. Ich glaube, dass es nicht nur mir so geht mit ihm und deshalb habe ich die Vermutung, dass das einer der Gründe ist, weshalb er nicht mehr hinter der Bar ist. Maries sagt auch immer, dass sie nicht gerne mit ihm arbeitet, weil er faul ist.
In der Küche arbeiten neben Damon noch Ru und Reggie, die zwei leben mit Phil (ein random Typ) in dem Haus neben an. Die zwei sind recht nett, Ru ist etwas social awkward, Reggie ist ziemlich funny. Mit beiden hatte ich jetzt aber auch nicht so viel zu tun.
Mahenda ist der Manager. Besonders am Anfang fand ich ihn sehr nervig, da er manchmal einen nicht zu ende zuhört. Er versucht aber immer zu helfen und ist auch recht nett. Ich glaube von ihm wird auch viel erwartet und er muss sich auch generell um viel kümmern.
Kirsty und Brent sind die Besitzer vom Pub. Kirsty kümmert sich um fasst alles. Sie ist echt sehr kalt und es braucht oft lange, bis sie Sachen erledigt. Brent ist recht nett, ihn sehe ich aber maximal einmal die Woche. Er ist glaube ich sehr von sich überzeugt und hat auch gerne die Kontrolle über alles. Er ist beseesen von Upsaleing, also dass wir mehr verkaufen. Am Anfang wurde uns das immer eingetrichtert. Ich fand es sehr nervig, da wir natürlich unser bestes geben einen guten service zu bieten, aber wenn die Gäste nicht mehr trinken oder mehr essen wollen können wir da auch ncihts machen und ich will da auch nicht aufdringlich sein und immer wieder fragen.
Mit den Backpackerinnen hab ich mich immer echt gut verstandenen. Besonders mit Megan, Jack und Anais habe ich länger gearbeitet. Neben der Arbeit haben wir leider kaum was unternommen, weil wir nicht die gleichen Tage frei hatten und ansonsten immer den ganzen Tage gearbeitet haben. Ich habe jetzt nicht jeden Arbeitstag genossen, meine Kolleginnen haben den Job aber auf jeden Fall besser gemacht. Ich bin froh eine Abwechslung zum Housekeeping gehabt zu haben und sogar an der Bar gearbeitet zu haben. Den ganzen Tag zu arbeiten ist anstrengen und es ist echt nervig, außer an den freien Tagen, gar keine Freizeit zu haben. Ich kann diese Job jedoch nicht weiter empfehlen. Viele organisatorische Sachen laufen nicht gut und der Vibe ist auch nicht immer so angenehm dort. Auch wenn Otematata nah an verschiedenen coolen Location liegt, ist es nicht so cool so isoliert zu sein. Ich bin froh Otematata zu verlassen, nehme aber auch so einige neue Eindrücke und Erinnerungen mit.

(Links: Brody, Marielle, Ich und Maries)
St. Patrics Day




