Diese Woche habe ich einen kleinen Trip zum Lake Ohau gemacht. Dort habe ich den Greta Track gemacht. Diese Wanderung ist 16km lang, dauert 6-7h und ist einer der wenigen Rundwanderwege.

Auf dem Weg zur Wanderung fährt man einige Kilometer engen Schotterweg. ich war sehr froh, dass mir dort kein Auto entgegenkam. Die Wanderung ging das erste Stück bergauf. Die Aussicht war die ganze Zeit richtig schön. Man konnte den See und die Schneebedeckten Berge sehen.





Oben angekommen habe ich eine kleine Pause gemacht. Ich habe auf die Karte geschaut. Eigentlich hatte ich die ganze Steigung überstanden aber ich habe den Weg in der ferne gesehen, der weiter bergauf führte.

Aber zum Glück war das nur ein andere Weg und es ging nur noch bergab.
An drei Stellen musste ich den Greta Stream überqueren. Es war nicht tief aber tief genug, dass meine Schuhe komplett nass geworden wären. Die Stellen waren nicht lang und da ich von der Gertrude Saddle Wanderung schlimmeres gewohnt bin, habe ich die Schuhe ausgezogen und bin barfuß durch gegangen. Es war echt sehr kalt! Aber zum Glück immer nur kurz.

Auf der gesamten Wanderung habe ich keine*n andere*n Wanderer*in getroffen. Kurz vor Ende habe ich ein paar Leute getroffen, die weiße Anzüge anhatten und große Sprühflaschen dabei hatten. Einige haben mir später geholfen den weiteren Weg zu finden und da hab ich sie gefragt, was sie dort machen. Sie sagten mir, dass sie etwas gegen Lupins und andere Pflanzen sprühen. Ich finde es echt krass, dass die bei so einem Wetter so eine Arbeit machen müssen. Ich fand die Wanderung richtig schön, sogar eine der schönsten die ich hier in Neuseeland gemacht habe.

Ich hatte mich vor ein paar Tagen mit einer Kollegin von meinem neuen Job unterhalten und sie war überrascht, dass ich alleine wandern und campen gehe. Bei der Wanderung habe ich darüber nach gedacht und ich muss sagen, dass ich das wandern hier richtig genieße, besonders wenn ich alleine bin. Ich finde das irgendwie meditierend für einige Stunden körperlich beschäftigt zu sein und dabei den Gedanken freien lauf zu lassen. Außerdem kann ich Pause machen wann immer ich will oder ich kann auch auch mal einfach stehen bleiben und die Aussicht, sowie Sonne genießen. Ich kann es also nur empfehlen es zumindest mal auszuprobieren.
Nach der Wanderung bin ich zum Round Bush Campingplatz gefahren. Der liegt am Lake Ohau und ist sogar kostenlos. Dort angekommen habe ich mir eine Suppe warm gemacht und etwas den Sonnenuntergang angeschaut.



Der Campingplatz war echt schön, nur leider gab es gar kein Wasser dafür aber ne Menge Sandflys.
Am nächsten Tag hab ich die Clay Cliffs in Omarama besucht.




Der Schotterweg dorthin ist voll mit Schlaglöchern und echt scheiße zum fahren. Außerdem war dort echt viel los. Im Internet stand, dass man Eintritt zahlen muss, ich habe jedoch nichts dazu gesehen.
Die Felsformationen waren sehr beeindruckend. Vom Parkplatz kann man ca. 20 Minuten spazieren und ganz nah an die Felsen gehen. Man konnte an einem Punkt näher an die Felsen gehen, musste jedoch einen kleinen Hügel mit losen Steinen hoch. Das hoch gehen war kein Problem, nur dort wieder runter zu kommen war ein bisschen gruselig. Da waren so viele lose Steine, dass ich Angst hatte den ganzen Weg auf meinem Hintern runter zu rutschen. Da waren echt nette Leute, die mir sogar eine Hand angeboten haben. Ich habe es jedoch auch ohne Hilfe wieder runter geschafft.
Nach meinem kleinen Trip zu den Clay Cliffs habe ich auf dem Weg nach Hause noch in Omarama gehalten. Es ist wie Otematata, eine Stadt zum durchfahren. Außer einem ForthSquare gibts da ein Café, eine Tankstelle und einige Geschäfte.



